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Rainer Michel, Der große Schritt zur eigenen Heilpraxis, Noel-Verlag Oberhausen, www.noel-verlag.de “Aller Anfang ist schwer” heißt es im Sprichwort und dies trifft ebenso auf die Gründung einer Naturheilpraxis zu. Voller Enthusiasmus, mit großen Idealen und einer Menge Wissen startet der Berufsanfänger und verheddert sich leicht in jenen Details, in denen ebenso sprichwörtlich der Teufel steckt. Wie leicht platzt der Traum von der eigenen Praxis und Unabhängigkeit, weil z.B. nicht genügend Praxisparkplätze ausgewiesen wurden. Details, über die das Buch von Rainer Michel in kompetenter Weise sachkundig Auskunft gibt. Da bleibt nichts ausgespart, was wirklich zur Praxisgründung zu wissen notwendig ist: Wahl des richtigen Praxisstandortes, welches Inventar, Abrechnung und Buchhaltung und so fort - und spart dem Leser dieses Leitfadens möglicherweise viel Zeit, Geld, Umwege und manche bittere Enttäuschung. Dieser Praxisratgeber ist niemals langweilig, in ruhiger und sachlicher Sprache gehalten sind die jahrzehntelangen Erfahrungen als Heilpraktiker in eigener Praxis und Dozent an der Heilpraktiker-Fachschule für Naturheilweisen in München hier kondensiert worden. Doch nicht nur die Einsteigerhürden werden behandelt, der zweite Teil des Buches listet ein breites Spektrum naturheilkundlicher therapeutischer Methoden auf, welches dem Berufsneuling neugierig machen oder auch als Wegweiser dienen soll, was er eventuell noch als Therapieform in sein Behandlungskonzept einpassen könnte. Da kommt auch zum Beispiel der gute alte Kartoffelaufschlag zu neuen Ehren, bei welchen Indikationen und wie er praktisch angewandt wird. Schön ist außerdem die Auflistung und Kurzbeschreibung verschiedenster naturheilkundlicher Diagnoseverfahren: Dunkelfelddiagnostik, Segmentdiagnose und Hand- und Nageldiagnose - um nur wenige zu nennen. Dieses Buch schließt eine Lücke zwischen dem naturheilkundlichem Wissen und seiner Realisierung als Praxisneuling im Alltag. Es hilft Fehler zu vermeiden oder Überlegungen in einer bestimmten, vorher nicht präsenten Richtung anzustellen. Ich habe mir nach der Lektüre gewünscht, ich hätte dieses Buch schon vor 30 Jahren gelesen - was wäre mir doch alles erspart geblieben... Christian Reichard |